leerVereinsgeschichte
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Historisch-Archäologische Gesellschaft Frankfurt am Main e. V.,
Förderverein für das Historische Museum und das Archäologische Museum
In der Folge des Wiener Kongresses mutierte Frankfurt am Main mit dem Sitz des Bundestages (1816) und der Nationalversammlung in der Paulskirche (1848) zum politischen Zentrum Deutschlands. „Einerseits in der Erinnerung vergangener Größe, andererseits in der Betonung des historischen Eigensinns der alten Freien und Reichsstadt gegen den Anschluss Preußens (1866) lagen daher die prägenden Motive für das bürgerschaftliche Engagement seit den 1860 iger Jahren.“ * weiter
Aus diesem Geist heraus waren es Frankfurter Bürger, die 1877 den „Verein für das Historische Museum“ ins Leben riefen mit dem Ziel, in ihrer Stadt ein Historisches Museum zu gründen. Im Gründungsaufruf des Vereins hieß es, dass man mit dem Museum einen Centralpunkt schaffen wolle, an dem „ Kunstsachen und Altertümer aus Frankfurts Vorzeit zu einem schönen Ganzen“ vereint werden könnten. Der Obrigkeit traute man dabei nicht zu, eine derartige Aufgabe bewältigen zu können. „Eine dahin zielende Tätigkeit ist entschieden etwas dem Wesen einer Behörde völlig Fremdes“. So waren es also die bürgerlichen Gründungsväter unseres Vereins, die die Regie beim Aufbau dieses städtischen Museums übernahmen.
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Die erste Mitgliederversammlung fand am
28. Februar 1877 statt.
Etwa ein Jahr später, am 13. Juni 1878,
wurde das Historische Museum im neuen Archivgebäude neben dem Leinwandhaus – welches später selbst als Hauptgebäude diente – eingeweiht.
Hier fand auch der Verein sein Domizil;
noch heute haben wir unsere Geschäftsstelle im historischen museum frankfurt.

 

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Die ersten 25 Jahre waren vor allem auf Ankäufe und Schenkungen für das Historische Museum gerichtet, für das der Verein schon vor dessen Gründung Gegenstände erworben hatte. Die Sammlungen des Museums wurden um Judaica und Objekte aus der Vor- und Frühgeschichte erweitert. Man beteiligte sich an Ausgrabungen oder führte sie selbst durch, setzte sich für den Erhalt baulicher Altertümer in der Stadt ein und erweiterte die Sammel- und Fördertätigkeit nicht mehr nur auf Objekte aus Frankfurt selbst.
Das 20. Jahrhundert war gekennzeichnet vom verstärkten Streben nach Wissenschaftlichkeit und Spezialisierung; der Charakter des Historischen Museums als Universalmuseum, zu dem der Verein so viel beigetragen hatte, blieb aber erhalten. 1910 erwarb man zusätzlich zu den bisherigen Beständen an Höchster Manufakturporzellan die sehr bedeutende Sammlung Oppenheim. Auch später gelang es immer wieder, bedeutende Gegenstände für das Museum zu erwerben, wie 1931 das stattliche und zeithistorisch so bedeutsame große Gemälde "Das Mainufer am Fahrtor".
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Seit 1913 wurde der Verein nach dem neuen BGB als eingetragener Verein geführt, und erweiterte seine Tätigkeit auf Vorträge, Exkursionen und Sonderkurse für Mitglieder und andere Interessierte.
Die Ausgliederung der vor- und frühgeschichtlichen Sammlungen des Historischen Museums in ein eigenes „Museum für Heimische Vor- und Frühgeschichte“ (dem heutigen Archäologischen Museum) im Jahr 1937 war eine nachhaltige Zäsur, auf die sich der Verein kriegsbedingt nicht mehr einstellen konnte.


Die letzte Mitgliederversammlung war 1943. Im Jahr 1948 fand mit 10 Anwesenden die erste Mitgliederversammlung nach dem Krieg statt. Der eigentliche Wiederaufbau begann im Jahr 1954 mit Dr. Carlo Berg als 1. Vorsitzenden. In die erneuerte Vereinssatzung wurden nun beide Museen aufgenommen. Der Verein konnte eine Vielzahl von Gemälden und Porzellanen aus der alten Höchster Manufaktur sowie etliche antike Gegenstände erwerben. Dank eines reichhaltigen Veranstaltungsprogramms wurde die Mitgliedschaft für viele neue Bürger attraktiv.

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Jetzt wurde auch die längst überfällige Namensänderung in „Historisch-Archäologische Gesellschaft Frankfurt am Main e.V.“ vollzogen (HAG).
X1988-240 Nach dieser durch Dr. Carlo Berg bis 1987 geprägten Aufbauphase konnte
Dr. Edith Welker als 1. Vorsitzende ab 1992 unsere Gesellschaft entscheidend konsolidieren.
Einer der größten Erfolge war die Einrichtung eines Porzellan-Museums im Kronberger Haus in Höchst, in dem das Historische Museum seine Bestände an Höchster Porzellan zusammenfaßte. Unsere Gesellschaft konnte mit der überaus wertvollen Porzellansammlung Kurt Bechtold dazu beitragen, die sie für diese Dependance des Museums erworben hatte.
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Dank unserer finanziellen Unterstützung konnte das Historische Museum die Sanierung der Grabmäler des historischen Peterskirchhofs in der Frankfurter Innenstadt ab 1999 in Angriff nehmen. Bedeutende Publikationen unserer Gesellschaft kamen den Museen zugute. Im Archäologischen Museum ermöglichten wir u.a. die Kunstausstellung „Steinwelten“.
Dr. Edith Welker verstarb unerwartet im Herbst 2004. Sie war die zweite große Persönlichkeit in der Führung unserer Gesellschaft nach 1945. 

2005 wurde mit einem neu zusammengesetzten Verwaltungsausschuss und mit Dr. Irmgard Burggraf als 1. Vorsitzenden eine neue Phase in der langen und wechselvollen Geschichte unserer Gesellschaft eingeleitet. 2009 fällt die Entscheidung, beiden Museen die Gründung eigener Freundeskreise als Sektionen der HAG zu ermöglichen. In der Folge wurden die „freunde und förderer des historischen museums frankfurt“ ins Leben gerufen.

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* Aus dem Festvortrag von Prof. Dr. Werner Plumpe anläßlich unserer 125 Jahrfeier 2002
Wortlaut Plumpe Vortrag Plumpe
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